Prof. Dr. Peter F. Matthiessen (1944–2019)

Noch wenige Monate vor seinem Tod am 30. April 2019, kurz vor seinem 75. Geburtstag, hat Peter F. Matthiessen eine wichtige Allianz zur Verteidigung der Homöopathie geschmiedet und die Stellungnahme „Homöopathie und intellektuelle Redlichkeit“ in der Deutschen Zeitschrift für Onkologie verfasst [1], die von vielen Hochschullehrern und Vertretern der Komplementärmedizin unterzeichnet wurde. Er warnt darin davor, dass die Monopolisierung eines einzelnens Paradigmas mit der Ausbildung totalitärer Denkstrukturen einhergeht und dass dem Staat nach §5 Abs. 3 des Grundgesetzes ein Wissenschaftsrichtertum im Sinne der Parteiergreifung für ein bestimmtes Paradigma grundsätzlich untersagt ist. Die Stellungnahme liest sich posthum wie ein wissenschaftsphilosophisches Testament, in dem der medizinische Pluralismus am Beispiel der Homöopathie, verteidigt wird.

Die Homöopathie nimmt Abschied von einem bedeutenden und prominenten Fürsprecher und Freund.

Nachruf von Dr. Michael Teut

Nachruf von Prof. Dr. M. Frass beim 74. LMHI-Kongress, Sorrent (Italien) 2019

Nachruf von Dr. Matthias Girke für das “Dialogforum Pluralismus in der Medizin”